„Concept 2 Team Germany" gewinnt 4 x Gold und 2 x Silber bei Ergo-WM in Boston

Mär 10, 2015

Griechin Sophia Asoumanaki fährt in 6:30,2 Minuten Juniorinnen-Weltrekord

„This is not a drill“, stand auf den Event-Shirts der “34. CRASH-B Sprints”, die am Sonntag, den 1. März in der Agganis-Arena in Boston/USA ausgetragen wurden. Das diese Weltmeisterschaften auf dem Concept2 Ruderergometer „keine Übung“ waren sondern ein echter Härtetest, erfuhr das 25-köpfige „Concept2 Team Germany“ schon bei der Ankunft am Flughafen. Es herrschten Temperaturen von minus 18 Grad vor und im Monat Februar waren insgesamt mehr als zwei Meter Schnee in der Stadt am Charles River gefallen. Der strahlende Sonnenschein und Windstille trugen aber dazu bei, dass man den Temperaturschock ertragen konnte. Da die Amerikaner an der Ostküste solche Wintereinbrücke gewohnt sind, blieb auch das erwartete Verkehrschaos aus und das Team erreichte unbeschadet das „Marriott Copley Place Hotel“, welches als Mannschaftsquartier für die fünf Tage in Boston diente.

Bereits zum 18. Mal fungierte Boris Orlowski als Mannschaftsleiter und Headcoach der deutschen Mannschaft. Der 46 Jährige kennt sich mittlerweile bestens in Boston aus und zeigte den Neulingen in der Mannschaft in den Tagen vor dem Wettkampf die Sehenswürdigkeiten der wunderschönen Stadt. Ein Besuch der „Harvard University“, der ältesten und bekanntesten Universität Amerikas, durfte dabei natürlich nicht fehlen.

Die Ruderinnen und Ruderer des „Concept2 Team Germany“ waren sowohl vom Alter als auch vom Leistungsvermögen sehr breit gestreut. Der Magdeburger Jan Berend war mit 16 Jahren der jüngste aktive deutsche Teilnehmer, Veronika Zimmert aus Dresden mit 75 Jahren die Älteste. Die Koblenzerin Petra Schallenberger und der Saarbrücker Matthias Schömann-Finck waren angereist um ihre WM-Titel zu verteidigen, für andere lief dieser WM-Trip unter dem Motto: „Dabei sein ist alles!“. Einmal mal die einzigartige Atmosphäre erleben und für Deutschland an den Start gehen.

Am frühen Sonntagmorgen wurde es in der „Agganis Arena“, einer riesigen Multifunktionshalle, dann ernst. 2.300 Athleten aus 34 Nationen hatten zu diesen globalen Titelkämpfen gemeldet. 108 Concept2 Wettkampfergometer waren aufgebaut, um diese Veranstaltung in nur einem Tag über die Bühne zu bringen.

Die Veteranen machten den Anfang. Auf der WM müssen auch sie, anders als in Deutschland, die volle Distanz der virtuellen 2.000 Meter bewältigen. Das erste Gold für Deutschland sicherte sich Gisela Jagnow bei den 70-74 Jährigen Leichtgewichtsruderinnen. Die Fitnesssportlerin der „Body Oase Neuenhagen“ gewann in 8:33,0 Minuten. Die Dresdenerin Veronika Zimmert landete nach einem spannenden Rennen in 8:33,8 Minuten bei den über 75 Jährigen auf dem Silberrang. Nach einer längeren Erkältung nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte musste sich die Berlinerin Jutta Abromeit bei den 55-59 Jährigen mit dem undankbaren vierten Rang zufrieden geben. Eigentlich wollte Sylvia Nicolaus zunächst nur als Betreuerin mitreisen. Letztlich beschloss die Berlinerin dann aber doch noch bei den 40-49 Jährigen in der offenen Klasse zu starten und wurde in 7:43,3 Minuten mit Rang sieben belohnt.  

Nach Bronze im Vorjahr ging für den Saarbrücker Johannes Marx der Traum von Gold in Erfüllung. In einem spannenden Rennen rollte er ab der Streckenhälfte das Feld von hinten auf und gewann bei den 50-55 Jährigen in 6:20,0 Minuten. Matthias Schömann-Finck waren die Strapazen des vorgeschalteten Trainingslagers in Sabaudia anzumerken, dennoch konnte sich der Saarbrücker die Konkurrenz vom Leibe halten und sicherte sich bei den 30-39 Jährigen Leichtgewichts-Ruderern den dritten WM-Titel in Folge. Auch Petra Schallenberger war nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte, trotzdem ist die Koblenzerin in ihrer Klasse der 40-49 Jährigen Leichtgewichts-Ruderinnen so dominant, dass sie sich in 7:27,4 Minuten den sechsten WM-Titel auf dem Concept2 Ergometer sicherte.

Bei den Leichtgewichts-Juniorinnen sah die amtierende Deutsche Meisterin Lena Reuss lange wie die sichere Siegerin aus. Erst mit dem letzten Schlag musste die Koblenzerin den Titel mit drei Zehnteln Rückstand aus den Händen geben. Es siegte Yousey Xaley aus den USA in 7:17,8 Minuten. Mit Lena Olbrich (Erlangen) wurde eine zweite deutsche Starterin Neunte.

Ein Rennen für die Ewigkeit durfte Christin Stöhner (Berlin) live miterleben. Im Rennen der Juniorinnen in der offenen Klasse gewann die Griechin Sophia Asoumanaki in neuer Weltrekordzeit von 6:30,2 Minuten. Die amtierende Deutsche Meisterin knüpfte an ihre gute Leistung bei der DM an, blieb mit 6:59,5 Minuten erneut unter der Siebenminutenmarke und wurde Siebte.

Der Magdeburger Jan Berend hatte die WM-Reise von seinen Eltern zum Geburtstag und zum Gewinn der Meisterschaft bei den 15/16 Jährigen geschenkt bekommen. Unbeeindruckt davon, dass der 16 Jährige auf der WM 500 Meter mehr als in Deutschland bei seinem DM Sieg rudern musste, fuhr er mit 6:13,1 Minuten ein tolles Rennen und wurde sehr guter Fünfter. Rang sechs hieß es am Ende für den Leichtgewichtsruderer Jonathan Schreiber. In 6.29,9 Minuten fuhr der Regensburger eine neue persönliche Bestzeit.

Traditionell klang diese erfolgreiche WM-Reise mit dem Abschlussabend in „Dick´s Bar“ aus. Der Dank ging an die Firma Concept2 und den Mannschaftsleiter für eine perfekt organisierte Reise und an Johannes Marx und die BSA-Akademie für die wieder einmal großartige Unterstützung.

Fotos von den Crash-B gibt es hier: www.concept2.de/CrashBgallery

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